Rotwein als Bestandteil einer gesunden Ernährung

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Rotwein als Bestandteil einer gesunden Ernährung 7.12.2021

Rotwein als Bestandteil einer gesunden Ernährung

Flavonoide – Verbindungen, die in pflanzlichen Lebensmitteln wie Beeren, Äpfeln, Tee, Wein und dunkler Schokolade vorkommen – sind als gesundheitsfördernde Stoffe bekannt, die das Herz-Kreislauf-System stärken. Gleichzeitig haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass ein Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung der Mikroorganismen im menschlichen Verdauungstrakt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht.

Forscher der Queen's University Belfast haben gemeinsam mit deutschen Kollegen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein vermutet, dass diese drei Faktoren miteinander zusammenhängen. Um ihre Hypothese zu überprüfen, bewerteten sie die Menge und Häufigkeit des Konsums flavonoidreicher Lebensmittel und gemessen die Anzahl von Parabacteroides – Darmbakterien, die Flavonoide abbauen – bei mehr als 900 deutschen Erwachsenen aus der deutschen PopGen-Biobank.

Die Berechnungen basierten auf einem selbst ausgefüllten Fragebogen zu 112 Produkten, für die das USDA den Flavonoidgehalt veröffentlicht hat. Das Darm-Mikrobiom der Teilnehmer wurde mithilfe von bakterieller DNA untersucht, die aus Stuhlproben isoliert wurde.

Zur Anpassung der Ergebnisse sammelten die Wissenschaftler auch Informationen über den Lebensstil der Teilnehmer, einschließlich Body-Mass-Index, Geschlecht, Alter, Rauchen, Medikamenteneinnahme, körperlicher Aktivität, täglicher Kalorien- und Ballaststoffaufnahme sowie der Familienanamnese bezüglich ischämischer Herzkrankheiten.

Die Ergebnisse zeigten, dass diejenigen, die mehr Beeren, Äpfel, Birnen und Wein konsumierten, einen niedrigeren systolischen Blutdruck sowie eine größere Vielfalt des Darm-Mikrobioms aufwiesen als diejenigen, die weniger Flavonoide über die Nahrung aufnahmen.

„Das Darm-Mikrobiom spielt eine Schlüsselrolle beim Metabolismus von Flavonoiden zur Steigerung ihrer kardioprotektiven Wirkung. Unsere Studie beweist, dass diese blutdrucksenkenden Effekte durch einfache Änderungen der täglichen Ernährung erzielt werden können“, wird die Studienleiterin Dr. Aedín Cassidy, Professorin für Ernährung und präventive Medizin am Institute for Global Food Security der Queen's University, in einer Pressemitteilung der American Heart Association zitiert.

Die Autoren weisen darauf hin, dass sich die Studie nicht auf alle flavonoidhaltigen Lebensmittel und Getränke konzentrierte, sondern nur auf bestimmte Beeren- und Obstarten sowie auf Rotwein. Nach Angaben der American Heart Association kann der Konsum von Alkohol, insbesondere von Rotwein, Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. Er sollte jedoch in Maßen genossen werden – nicht mehr als ein Glas pro Tag für Frauen und zwei für Männer.

Und wir können dem an dieser Stelle nur absolut zustimmen.

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